IAN FISHER (us) + BO CANDY & HIS BROKEN HEARTS

25-11-2016

IAN FISHER (us) + BO CANDY & HIS BROKEN HEARTS

21:00 – 23:30

kleiner saal

Eintrittspreise

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12€ 14€ 16€ online kaufen röda beislIshiko

Beginn: 21:00 Uhr // Einlass: 19:00 Uhr
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Ian Fisher ist ein kleiner Mann mit einer großen Stimme, wohnhaft in Berlin, aufgewachsen auf einer Farm in Missouri, USA. Er hat hunderte Konzerte auf der ganzen Welt gespielt. Seine Songs sind, so wie der Mann selbst, kurz, simpel und ehrlich. Er ist ein Country-Musiker des 21. Jahrhunderts, denn sein Country- Begriff kommt ohne eigenes Land aus. Fishers klare Stimme dominiert vor dem Hintergrund hautnah am Ohr des Hörers gezupfter akustischer Gitarren, in warmen Raumklang gehüllter Klavier- und Pedal Steel-Parts und durchgehend präsenter Percussion. Das erlaubt es der akustischen Gitarre, sich – ein bisschen so wie einst bei Johnny Cash – locker in den Groove zu legen, während jemand anders den Rhythmus trägt. Die Klangpalette vom neuen Album ‚Nero‘ ist reichhaltig, die Arrangements geradlinig und pointiert.

Hat sich Bo Candys alter ego – der Burgenländische Allrounder (u.a. Charmant Rouge, Songs of Claire Madison) und Produzent (Ja, Panik; Garish) – Thomas Pronai mit der famosen Beautiful Kantine Band von 1999 bis 2008 noch mit melodiesüchtigen Surfgitarren und schlagereskem Rock’n’Roll in Mädchenherzen geschmeichelt, weht nun hörbar ein anderer Wind. Vorgetragen mit nervöser Verve und atemberaubendem Stop-and-Go wird bei diesem räudigen Up-Tempo-Blues-Rock-Bastard schnell klar, worum es hier geht: Aufstand im Kaktusgarten!

Die Broken Hearts bestehen aus Judith Filimonova, auch bei Fijuka tätig, am Bass, Julian Schneeberger von Garish an der anbetungswürdig beherrschten Vintagegitarre, und dem Schlagzeuger Ivo Thomann (Across The Delta). Sie spielen Songs, die Pronai schreibt (und oft über die Jahre fortschreibt), hymnische Wildheiten, an den Sixties orientiert, und gleichzeitig in schöner Sturheit eigenständig.

Erstaunlich stilsicher entfaltet sich hier eine Breite, in der diabolisch mäandernde Bluesmonster ebenso ihren Platz finden, wie einer treibenden Kuhglocke hinterher hechelnde Orgelpfeifen oder flötende Schunkeleien im 6/8-Takt. Wer an dieser Stelle an John Spencer und dessen neue Vagabundenpartie Heavy Trash denkt, der liegt nicht ganz falsch, wird doch bei Bo Candy & the Broken Hearts in bester Manier ebenso lautstark gelitten wie flüsternd dem Wahnsinn Vorschub geleistet: Der himmelwärts gerichtete Ruf nach „Mercy!“ ist aber nur von kurzer Dauer. Erlösung findet ja auch in etwas tiefer liegenden Regionen statt. Bo Candy & the Broken Hearts können ein Lied davon singen.

Der AKOÖ-Kulturnovember-Bonus gilt nur gegen Vorlage der AK-Leistungskarte und ist nur im röda Büro, im röda Beisl und an der Abendkassa einlösbar.

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